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Vom Sinn der Fürsorge-Muster
 

Defizit-Probleme und Fürsorge-Muster 

Die erste Vorbereitungs-DVD beschäftigt sich mit den Defizit-Päckchen, das heißt mit den Schicksals-Kräften, die dafür sorgen, dass ich von anderen zuwenig von dem bekomme, was ich gerne hätte; in der Regel zuwenig Liebe in ihren vielfältigen Erscheinungsformen: ich fühle mich zu wenig verstanden, zu wenig wertgeschätzt, zu wenig unterstützt; mir fehlt Geborgenheit, Nähe und Wärme, Rückhalt, Vorbildfunktion der Eltern …

Die zweite Vorbereitungs-DVD hat die Fürsorge-Päckchen zum Thema. Das sind diejenigen Schicksals-Kräfte, die in mir selbst wirksam sind und in mir ein Muster aktivieren, das der Volksmund Helfer-Syndrom nennt. Während beim Defizit-Problem der Zustrom von außen zu mir zu gering ist, fließt beim Fürsorge-Muster zu viel von mir nach außen ab: zu viel Verantwortung, zu viel Sorge um andere oder anderes, zu viel Einsatz und Aufopferung; ein Zuviel an Nächstenliebe. Im ungünstigen Fall kann man dann von selbstloser Liebe sprechen: Ich liebe meinen Nächsten und bin dabei mein Selbst los. So gerate ich dann in den Widerspruch zu dem biblischen Gebot: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

Die Unterscheidung zwischen einer angemessenen und auch erforderlichen Nächstenliebe und einem Zuviel davon hängt von vielen Begleitumständen ab. So ist die Fürsorgepflicht der Eltern umso größer, je kleiner ihre Kinder sind. In der Beziehung zwischen Erwachsenen sollte die gegenseitige Fürsorge ausgewogen sein, sollte Geben und Nehmen langfristig im Gleichgewicht sein; sonst nimmt die Beziehung Schaden. Doch gilt dies wiederum nicht für die erwachsenen Kinder ihren alten Eltern gegenüber. Letztlich ist eine Beurteilung über "angemessen" und "zuviel" nur im individuellen Einzelfall möglich.

Aus diesem Grund werden auf dieser DVD nur die Fürsorge-Muster zwischen Erwachsenen betrachtet.

Die Analyse dieser beiden Defizit- und Fürsorge-Päckchen erstreckt sich auch darauf, ob es einen "roten Faden" in Ihrem Schicksal gibt: ob es die Defizit- und Fürsorge-Probleme, die Sie heute haben, auch schon in Ihrer Kindheit oder bei bei Ihren Eltern gab.

 

Vom Sinn der Defizit-Päckchen

Bei den Defizit-Päckchen geht es um die Integrierung der Polarität. Um den schwierigen Weg, der unangenehmen Seite des irdischen Lebens den gleichen Stellenwert zu geben, wie der angenehmen: Ich bin hier, um das Irdische zu genießen, solange "die Sonne scheint", und in gleicher Weise, um am Irdischen zu leiden, wenn "die Sonne nicht scheint"; ich bin hier, um die Schaumkronen der Wellen auszukosten und um die Wellentäler zu meistern. Das letztere beinhaltet in der Regel meist schmerzliche Vorgänge wie Kurskorrekturen im Leben, Wachstumsschritte, Weiterentwicklung und Weitung …

Das Annehmen der Polarität bedeutet eine enorme Bewusstseins-Erweiterung, die einen endgültig aus der Sehnsucht nach dem Paradies, nach dem Schlaraffenland herauslöst, und damit auch aus dem Abwehrkampf gegen das Unangenehme. Die morgendliche Begrüßung eines jeden neuen Tages könnte dann so aussehen: Ich bin in gleicher Weise bereit, mich dem zu widmen, was du mir heute bescherst: entweder das Angenehme zu genießen, wenn du mir die Sonnenseite meines Schicksals zeigst; oder mühsame bis schmerzliche Transformationsarbeit zu leisten, wenn du mir heute z.B. mein Defizit-Päckchen servierst.

Die Integrierung der irdischen Polarität ist nicht erst heute aktuell, sondern wird in der europäischen Geschichte schon lange an die Menschen herangetragen: durch die Mythen vom ersten Menschen bei den antiken Griechen und bei den Semiten: mit Prometheus und Pandora bzw mit Adam und Eva. Diese beiden Mythen können eine starke Schubkraft für die Lösungen unserer Päckchen entwickeln, wenn man sie sich tiefer zu Gemüte führt. Deshalb werden die interessanten Passsagen dieser beiden Mythen auf dieser DVD erläutert.

 

Vom Sinn der Fürsorge-Päckchen

Bei den Fürsorge-Problemen geht es um den Individualisierungs-Prozess: um die weitere Herauslösung des einzelnen Menschen aus dem unbewussten Kollektiv-Zusammenhalt der Familie. Jede Familienaufstellung zeigt, dass der Einzelne auf unbewusste Weise noch zu einem großen Anteil im "Gruppen-Schicksal" der Familie mit den Schicksalen anderer Familienmitglieder verschmolzen ist, und mehr oder weniger "jeder alles mitträgt". Hier geht es dann darum, sich aus diesem kollektiven familiären Gruppen-Schicksal mit allen eigenen Päckchen herauszulösen, und diejenigen Päckchen, die nicht ins persönliche Schicksal gehören, an die richtigen "Eigentümer" im Familiensystem wieder zurückzugeben. So auch die übermäßige Fürsorge, das Helfer-Syndrom.

Diese individualisierende Schicksals-Abgrenzung gelingt aber nur, wenn die unbewusste kollektive Bindung an das Familiensystem von einer gleich starken bewussten Liebe und Verbundenheit abgelöst wird. Andernfalls rutscht man wieder in die unbewussten kollektiven Bindungen zurück.

Fürsorge-Päckchen sind also an diejenigen Angehörigen zurückzugeben, zu denen sie gehören. Denn man kann nur die eigenen Päckchen mit ihrer Schicksals-Energie transformieren; fremde Päckchen mit ihren Energien bleiben unlösbar und führen zu einer ständigen Belastung, zu einem Leben mit "angezogener Handbremse".

Das heutige Helfer-Syndrom lässt sich in der Evolution zurückführen auf den archaischen vorindividuellen Gruppen-Altruismus, der im Unbewussten kollektiver Gruppen festgeschrieben ist: im Rudel oder im Schwarm von Gruppen-Tieren, aber auch noch im Großfamilien-Verband archaischer Naturvölker, und in verringerter Intensität und Tragweite letztlich auch bei uns heute noch. Deshalb berücksichtigen die Auflösungen der Fürsorge-Muster diese unbewussten Kräfte mit ihren Gesetzmäßigkeiten.

 


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